Life².., 11.07.2010
This is ten percent luck, twenty percent skill
Fifteen percent concentrated power of will
Five percent pleasure, fifty percent pain
And a hundred percent reason to remember the name!
Fort Minor - Remember the Name
Irgendwie gehen mir diese Zeilen seit einigen Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Ich kann mich mit der Verteilung irgendwie identifizieren.
Schnitzeljagd, 07.06.2010
Vor einer Weile (ich bin geständig, ich habe diesen Beitrag schlicht und ergreifend vergessen online zu stellen *g*) habe ich mal wieder was neues gemacht, das mich direkt in den Bann gezogen hat: Geocaching. Also das suchen von versteckten Gegenständen mittels GPS-Koordinaten und dem Lösen von Rätseln, die an verschiedenen Orten ebenfalls versteckt sind. Auch wenn ich nicht so hundert Prozent wusste, was mich auf welche Art und Weise erwartet - ich war sofort begeistert, als sich diese Gelegenheit bot.
Wir waren ca. 30 Kilometer von mir Zuhause weg und haben uns dort in Wald und Wiese rumgetrieben. Was ich gar nicht wusste: Hier in der Gegend gibt es unheimlich viele Bunker aus den zweiten Weltkrieg. Und die bieten sich natürlich super zum Verstecken von Hinweisen oder den Cache-Boxen/Caches (der Fachjargon ist mir noch nicht ganz geläufig, aber das wird sich ändern ;-) )absolut an. Es ist erstaunlich, wie viele Versteckte Caches es anscheindend gibt, da sind also richtig viele Leute aktiv.
Auf jeden Fall eine super Geschichte, die ich auf jeden Fall wiederholen will - schon allein wegen der tonnenschweren Bunkerkonstruktionen, die nach dem Krieg größtenteils gesprengt wurden und nun, überwuchert, zerfallen und dennoch auf den zweiten Blich erkennbar ein bizarres Bild aus Stahlbeton im Wald abgeben. Und was so stabil gebaut ist, dass die Sprengladungen es nicht komplett vaporisieren konnten, kann ja auch nicht einstürzen ;-)
Aber auch ohne das Schmankerl Bunker ist Geocaching echt lustig. Man sucht ewig an den gegeben Koordinaten, rutscht an einem Hang umher, nur um festzustellen, dass der Hinweis auf der Rückseite eines Baumes direkt am Weg verzeichnet war - hätte man ja auch nicht gleich drauf kommen können *g*. Sehr geniale Geschichte, ich freue mich schon drauf, mich mit meinem neuen Geocaching.com/opencaching.de-Nutzernamen in einem Logbuch zu verewigen. Das ganze lässt sich meiner Meinung nach auch super mit einer kleinen Foto-Tour vereinen, da habe ich dann ja quasi mehrere Fliegen mit einer Klappe gefangen (ich will mal nicht gleich so rumposen wie das tapfere Schneiderlein mit seinen sieben).
Tja, jedenfalls weiß ich, was ich in den nächsten Ferien tun werde: mir temporär einen GPS-Empfänger kaufen und mich auf die Jagd machen. Und zwar garantiert auch dort, wo es schöne Bunker gibt, in die man reinkriechen kann ;-)
Tjaja... schön wars :-)
Kurzer Schmunzler: Technik..., 16.05.2010
...ist eine super Geschichte. Ich liebe sie. Manchmal mag sie mich auch ein bisschen. Mein TV-Receiver mochte mich in einerlei Hinsicht ganz und gar nicht: das Bild wurde statt im ausgestrahlten 16:9 immer auf 4:3 zurecht geschnitten (= rechts und links ein gutes Stück weg). Schade, eigentlich. Nun ja, aber da ich nicht viel fern schaue (jetzt noch weniger als früher), hat es mich nicht zu sehr aufgeregt, manchmal war das Resultat sogar lustig. Und mal ehrlich: wie oft kommt im Fernsehen irgend etwas wirklich relevantes? Zudem dachte ich, es sei ein Problem meines Fernsehers.
Nun, ich habe wirklich keinerlei Ahnung warum, aber vorhin hat es mich extrem genervt, die einzigen beiden Serien, die ich überhaupt im TV ansehe, beschnitten zu haben, und habe im Receiver nach entsprechenden Einstellungen gesucht. Ich hatte dann auch auf Anhieb das richtige Menü, wo ich eine Einstellung von „Mitte“ auf „Briefkasten“ änderte. Vielleicht hat jemand anders jetzt den gleichen Gedanken, wie ich ihn vorhin hatte: „What the f**k?!?“. Lange Rede, kurzer Sinn: Dank dem ominösen Briefkasten habe ich nun, nach schätzungsweise 5 Jahren, richtiges 16:9 Bild mit tollen schwarzen Balken oben und unten. Und ich sehe jetzt auch endlich mal wirklich alles vom Bild. WOW! Danke Briefkasten. Jetzt müsste nur noch ab und an etwas gescheites kommen.
Leben 2.1, 12.04.2010
So, dann will ich hier mal wieder etwas persönliches schreiben. Der eine oder andere kennt mich ja doch auch persönlich. Und außerdem ist es ja meine Seite, ich darf hier schreiben, was ich will. Verdammt, ich rechtfertige mich schon für meinen Beitrag auf meiner eigenen Seite. Oh je, na ja. Bei mir hat sich in den letzten Wochen einiges geändert:
Ich wohne jetzt im „Exil“ in Heilbronn, ca. 10 Minuten Fußweg von der Hochschule weg. Ist mal ein nettes Feeling, seine eigene Butze zu haben. Aber es bringt mitunter krasse Änderungen mit sich, ich habe zum Beispiel in meiner Wohnung kein Internet. ICH! OFFLINE! Einfach paradox. Es ist grausam... aber es geht erstaunlich gut ;-)
Oder nehmen wir nur mal die Ernährung. Intuitiv würde man sagen, dass ich mich nur von Fertigpizzen ernähre – aber weit gefehlt. Ich esse viel Obst (wer mich persönlich auch nur ein bisschen besser kennt, wird sich jetzt ernsthaft die Frage stellen, ob ich einer Gehirnwäsche unterzogen wurde oder die Website von einem pösen Häcker geknackt wurde... *g*). Darüber hin aus treibe ich sogar regelmäßig Sport – nein ich bin es wirklich, ich verspreche es, Leute!
Manches hat sich dafür auch fast gar nicht geändert: Zum Lernen komme ich viel zu selten. Aber hey – dafür hab' mal ich genügend Vitamine in mir.
Ist auf jeden Fall mal echt angenehm, in den eigenen vier Wänden zu hausen. Feel Good, Inc. :-)
Eine kleine Anekdote aus der Hochschule fällt mir gerade noch ein (wir wollen ja auch nicht die IT-Komponente ganz wegfallen lassen): Eines der Gebäude hat neue Fenster bekommen. Nichts besonderes (okay, auch wenn die restliche Bausubstanz dieses Glück eigentlich nicht verdient hätte...). Wir haben ja natürlich nahezu überall WLAN-Anbindung. Nun, vorübergehend stellenweise eher: hatten. Was nämlich gut klingt, nämlich gegen Sonneneinstrahlung extra beschichtete Glasscheiben, hat eine überraschende weitere Eigenschaft: Sie lassen kein bisschen Funknetzwerk durch, was den einen oder anderen Gebäudeflügel offline gehen lies, bis das Problem erkannt und umgangen wurde. Tja, an was man nicht alles denken muss, wenn man umbaut...
Sonst gibt es aber eigentlich nicht vieles zu berichten. Ich strebe an, die Seite mal auf einen eigenen Server umzuziehen und dann in diesem Rahmen wird dann wohl auch einiges an Änderungen an der Technik kommen. Aber das wird sich sowieso noch längere Zeit hinziehen, wenn ich mir meinen Zeitplan so ansehe. Es soll ja schließlich auch Schwarze Milch geben, kam mir zu Ohren ;-)
In dem Sinne, gehabt euch wohl, Folks!
Ein halbes Jahr iPod Nano 4.G, 02.02.2010
Im September letzten Jahres bekam ich einen iPod Nano der vierten Generation mit 8GB Speicherplatz geschenkt. Im ersten Moment war ich davon nicht so wirklich begeistert, weil ich nicht so der Apple-Fan bin und die Geräte nicht billig sind. Naja, gefreut hat es mich dann aber doch ziemlich, zumal mein damaliger 10€ MP3-Player nicht so wirklich der Kracher war.
Generell ist der iPod mein vierter MP3-Spieler. Zuerst hatte ich einen von der großen Supermarktkette mit A. Der hat auch erstaunlich lange gute Dienste geleistet, zuletzt ist jedoch der Kopfhörerausgang nicht mehr zuverlässig gewesen, was zur Folge hatte, dass er des öfteren über den kleinen Lautsprecher musizierte, was mir in der Öffentlichkeit nicht so angenehm war. Dann folgte eine große Fehlinvestition (ich glaube um die 25€) einen Spieler, der jedoch recht schnell den Geist aufgab :-( Davon enttäuscht, holte ich mir als Übergangslösung besagtes Gerät für einen Zehner, ohne große Erwartungen. Sein Geld ist er wert gewesen, aber keinen Cent mehr
Nun, so kam es, dass ich dieses Upgrade hatte. (Quasi vom Go-Kart zur Mittelklasse-Limousine). Ich möchte einfach mal in einer kleine Pro- und Kontra-Liste anfügen, was ich an dem Gerät mag und was nicht.
- Zuerst einmal die Kontras
- Der Akku ist fest verbaut. Ein Wechsel ist somit nicht so einfach möglich, was das Gerät in einigen Jahren wohl wertlos macht (ökologisch mies)
- Die Formatunterstützung ist einfach nur arm: Dass der iPod kein FLAC kann, ist ja noch vertretbar. Dass er sich jedoch auch gegen OGG wehrt, finde ich, ist eine Unversschämtheit
- iTunes ist eine Krankheit. Gut, es gibt Leute, die mögen es (unter 'nem Mac ist das bestimmt auch noch was anderes). Ich nicht, das kann man halten wie man will. Was ich aber hasse wie die Pest, ist, wenn man einen MP3-Dudler nur mit einer Software richtig bespielen kann. Soetwas muss einfach nicht sein. Dass die Schnittstelle dafür auch noch proprietär ist, war ja zu erwarten. Naja. Der Index ist gut, keine Frage, aber die zusätzliche Option, ihn einfach so voll zu packen, vermisse ich sehr.
- Man kann ihn nur an einem Rechner oder einem unverschämt teuren Adapter laden - mit normalen Steckdose-zu-USB-Anschluss Adaptern geht es nicht
- Der Stecker am Nano ist natürlich Apple-Only, kein Mini-USB. Der Verein dankt!
- Die Geizkrägen vom Apfel-Verein haben nur normale Kopfhörer dazu gepackt - die mit der Kabelfernbedienung hätten nicht geschadet...
- Mecker, mecker - jetzt mal zu den Pros
- Er ist schön handlich und sieht schick aus
- Das Metallgehäuse und der Bildschirm machen einen grundsoliden Eindruck
- Auch bei Sonnenlicht kann man den den Bildschirm noch halbwegs einsetzen
- Der eingebaute Neigungssensor macht Laune und ist cool (nur ein Gimmik, aber hey - ich steh drauf :-D)
- Die Menüs sind schick und recht gut strukturiert, wenn man sich eingearbeitet hat - auch das "Bedienungsrad" ist eine gute Geschichte
- Es gibt noch einige Zusatzfunktionen wie Wecker und Terminkalender, die ich zwar derzeit nicht nutze, aber bestimmt nicht schlecht sind
- Die Akkukapazität ist okay. Nicht absolut überragend, aber voll in Ordnung
- Die Klagqualität ist für meine Ohren sehr gut (bin aber weit weg vom perfekten Gehör)
- (Ich hoffe, die Qualität stimmt)
Summa summarum würde ich sagen, dass es einfach ein gutes Gerät ist. "Ideologisch" bin ich dagegen, aber hergeben werde ich ihn jetzt ganz bestimmt nicht mehr ;-D Ich weiß nicht, ob ich ihn mir je gekauft hätte (Prinzipien und so^^), aber ich bin eigentlich überaus zufrieden. Und, trotz der Mankos, bin ich absolut iHappy ;-)
The Day The Routers Died..., 18.01.2010
Habe gerade ein geniales Video zum Thema der ausgehenden IPv4 -Adressen gefunden. Wer sich ein wenig auskennt, weiß, dass die IP-Adressen bald ausgehen werden und dann nicht mehr für jeden Menschen auf der Erde reichen werden (Infos z.B. aktuell auf heise.de oder Wikipedia). Das Video ist einfach köstlich! (Lyrics auf der Youtube-Seite)
Get your own valid XHTML YouTube embed code <- netter Webservice übrigens ;-)
Lob für vorbildlichen Kundenservice, 18.01.2010
Ja, sowas gibt es auch: Ich bin begeistert von einem Kundenservice. Und zwar von dem der deutschen Firma Metz. Wer sie nicht kennt: Metz baut unter Anderem (qualitativ hochwertige) HiFi-Produkte wie z.B. Fernseher, aber auch Blitze für Kameras.
Soviel zur Einleitung, kommen wir zur eigentlichen Geschichte. Mein Dad hatte seit ca. 10-15 Jahren einen Blitz, und zwar einen Metz 32CT3i, den er an seiner analogen Kamera verwendete. Nun wollte ich wissen, ob ich diesen einfach an meiner digitalen Canon EOS 400D verwenden kann. Dies ist nicht mit "passt drauf - geht" zu klären, weil alte Blitze mitunter eine wesentlich höhere Zündespannung haben, die digitale Kameras beschädigen bzw. zerstören können. Nun, im DSLR-Forum fand ich keine befriedigende Antwort und die Recherche im Internet war auch nicht ergiebig. Also habe ich einfach mal kurzum den Support von Metz angeschriebem, ohne jedoch wirklich eine Antwort oder gar eine konkrete Information zu diesem uralten Produkt zu bekommen... Doch ich irrte mich!
Erste Mail schickte ich um ca. 15:45 ab, Antwort kam um 16:13 Uhr.
Sehr geehrter Herr [...]*,
Ihre E-Mail-Anfrage haben wir dankend erhalten.
Die von Ihnen genannte Digital-Kamera Canon EOS 400D verfügt nur noch über eine spezielle E-TTL-Blitzsteuerung und nicht mehr über die Standard-TTL-Blitzsteuerung. Aus diesem Grund können mit dieser Kamera im vollautomatischen Betrieb nur Blitzgeräte mit "E-TTL" eingesetzt werden.
Der mecablitz 32 CT-3i ermöglicht diese spezielle E-TTL-Blitzsteuerung dagegen leider nicht. Dieses Blitzgerät kann deshalb nur im Automatikblitzbetrieb oder manuellen Blitzbetrieb mit der genannten Kamera eingesetzt werden. Zum Anschluss empfehlen wir Ihnen dazu den Standardfuß 301 (nur Mittenkontakt) zu verwenden. Die jeweilige Blende ist dabei aber auch manuell an der Kamera einzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
i. A. R. L.*
Technischer Kundendienst/Sachbearbeiter
* = Namen entfernt
Das klang ja schon einmal gut. Dass ich meine Frage nicht explizit auf die Blitzspannung bezogen hatte, war natürlich mein Fehler. Also, weil es so schön war, gleich um 16:35 noch eine Mail rausgejagt. Antwort war um 16:57 da.
Sehr geehrter Herr [...]*,
das Blitzgerät mecablitz 32 CT-3 verfügt in jedem Fall schon über einen Niedervoltzündkreis nach aktueller Norm (ISO 10330). Dieses Blitzgerät kann deswegen auch ohne weiteres mit der Digital-Kamera Canon EOS 400D eingesetzt werden. Eine Beschädigung der Kamera ist dabei nicht zu befürchten.
Der Standardfuß 301 ist auch als Ersatzteil von uns erhältlich. Diesen Standardfuß können Sie direkt von unserem Ersatzteilservice (E-Mail: service@metz.de) für 7,48 EUR zzgl. MwSt. per Nachnahme beziehen.
Grundsätzlich war aber auch der Standardfuß 301 im Lieferumfang des Blitzgerätes enthalten.
Mit freundlichen Grüßen
i. A. R. L.*
Technischer Kundendienst/Sachbearbeiter
* = Namen entfernt
Wunderbar! Kompetente Antwort und das auch noch schnell - was will man mehr? Glück hatte ich mit dem Standfuß (sowas) - mein Vater hatte exakt diesen schon an seiner alten Pentax verwendet. Der andere ist indes verschollen.
Alles in allem: Daumen hoch für Metz! So schnelle Hilfe zu einem so alten Produkt, das erlebt man nicht oft, will ich meinen. Wenn es mal um den Kauf eines neuen Produktes geht, werde ich das bestimmt im Hinterkopf haben.
Definition: Gemischte Gefühle, 07.01.2010
So Kinder, heute erklären wir den Begriff "Gemischte Gefühle".
Ich habe meine geliebte "kleine" (ca. 45cm) schwarze 4-Monozellen Maglite Jahre lang genutzt. Dann, vor ca. 3 Jahren, war sie auf einmal weg. Nach langem Suchen ging ich davon aus, dass ich sie wohl auf einem Fest im Freien verloren haben muss - was mich sehr wunderte und betrübte, denn wer mich kennt weiß, dass ich meine Sachen hege und pflege und gut auf sie Acht gebe. Naja, ich hatte Grund zur Annahme, dass jemand sie gefunden und behalten hat. Ein oder anderthalb Jahre später hatte ich dann einen neuen 2-Zellen-Prügel. Soviel zur Vorgeschichte. Gerade vorhin habe ich in das hinterste Eck meines Schrankes in den dunklen, toten Winkel gegriffen. Und ratet mal, welches vertraute Gefühl ich auf einmal hatte? Richtig, meine gute, alte Maglite. Zefix, schade um das Geld für die Neue. Aber naja, Hauptsache, ich habe sie wieder. :-) Und wer weiß, vielleicht brauche ich ja auch mal eine weitere...
Es ist eine Leidenschaft..., 06.01.2010
Die Entscheidung ist gefallen, es wird gemacht. Der rechte Zeigefinger steht unter Spannung. Das linke Auge fest geschlossen. Mein Blick konzentriert sich nur auf das anvisierte Ziel. Gegen das Zittern halte ich die Luft an. Jetzt ist der entscheidende Moment. Jetzt oder nie. Es kommt auf den richtigen Augenblick an. Nicht zu früh. Schon gar nicht zu spät. Vor meinem inneren Auge ziehen noch einmal alle Gesetze der Physik vorbei. Die Parameter sollten stimmen. Habe ich nichts übersehen? Jetzt ist es egal. Ich drücke ab. Ich spüre, wie die Mechanik ihren Weg geht. Dunkelheit gefolgt von grellem Licht. Der Verschluss schießt zurück. Das vertraute Klicken verhallt einen Sekundenbruchteil später. Es ist vollbracht. Kurz verharre ich noch. War es ein Treffer? Ich denke ja. Bietet sich doch noch eine weitere Chance? Nein. Ich atme aus. Und betrachte das soeben geschossene Lichtbild.
Batteriesäure, 22.12.2009
... macht ihrem Namen wirklich alle Ehre. Das habe ich mir gestern abend beim Aufräumen und Ausmisten meiner Batterie- und Akku-Schublade gedacht. Grund: Im Laufe der Jahre sind etliche der Zellen ausgelaufen und haben sich in der Metallschublade verewigt. Jetzt, wo sie alle in Reih' und Glied (in Ferrero-Rocher ;-)) Boxen stehen, sieht man erst das Ausmaß an weißem Pulver, das sich dort gesammelt hat. Naja, passiert. Der Gestank ist aber wirklich krass, wenn man das Zeug längere Zeit direkt vor dem Schnorchel hat. Säuerlich und irgendwie in den Atemwegen leicht ätzend. Harter Tobak also, hab mir nach der Aktion die Hände extralange gewaschen *g*.
Nun, aber was ich innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre gelernt habe, ist jedenfalls folgendes: Keine billigen Akkus und Batterien mehr!! Nie wieder!!
Es zahlt sich einfach nicht aus. Die Batterien halten nicht so lange, wie ihre (minimal) teureren Vertreter und haben eine schnellere Selbstentladung. Desweiteren laufen sie gerne mal aus (*hust*). Nur so am Rande: Ich hab gelesen, dass es auch Batterien gibt, die gar nicht auslaufen. Die kosten zwar nen Tick mehr, aber dafür kann man sie auch mal in einem Gerät vergessen. Generell bin ich ja ein Gegner von nicht aufladbaren Batterien und ein großer Anhänger von Akkus. Zwar habe ich auch ein Ladegerät, mit dem ich so manch eine eigentlich nicht wiederbeladbare Batterie noch ein paar mal wieder zum Leben erwecken kann, aber das ändert nichts daran. Akkus entlasten die Umwelt, und darauf sollte man meiner Meinung nach achten. Und wenn man sie pflegt, entlasten sie auch den Geldbeutel - nach zwanzig Ladungen habt man nahezu jeden teureren Akkupreis wieder drinnen. Aber auch hier bin ich früher recht unbedacht vorgegangen und habe mir hier und da mal Billigprodukte vom Supermarkt geholt. Das Resultat ist, dass diese nicht so lange halten wie ihre mAH versprechen. Zudem habe ich den subjektiven Eindruck, dass ihre Volt-Leistung weit unter der der teureren Exemplare liegt - und exakt die brauche ich in vielen Fällen. Ein weiteres Faktum ist die schnellere Selbstentladung. Teurere Akkus sind hier wohl wesentlich besser - so manch einen man kann sie auch nach einem Jahr noch einsetzen, ohne ihn neu laden zu müssen. Also ich hatte bislang mit den super-billigen Batterien und Akkus nur Ärger, wenn sie mal etwas Leistung bringen sollten. So, jetzt schaue ich mir noch einmal stolz mein frisch aufgeräumtes Energiereservoir an und mache mich danach wieder mal an die Arbeit.
Ich wünsche schon einmal Frohe Festtage an alle, die sie feiern!
..., 06.12.2009
Kundenfreundlichkeit, 27.11.2009*
Gestern hätte ich vor lauter Service meines noch-Internet-Anbieters 1&1 wirklich fast an die Decke gehen können... Okay, ich gebe es zu – ich bin explodiert.
Vorgeschichte: Ich habe den Vertrag bei denen, unter Überwindung aller Hürden, die einem dafür gemacht werden, gekündigt. Meine Mindestlaufzeit lief interessanter und nicht wirklich nachvollziehbarer Weise noch bin zum 28. Februar 2010. So weit, so gut, alles geregelt.
Gestern kam dann aber der Kracher per Post. Ein Brief, in dem sinngemäß so viel stand wie:
Ihr Vertrag läuft in wenigen Tagen aus und dann schalten wir auch Ihren Internet und Telefonanschluss [der ist nicht mal bei 1&1..] ab. Sie können sich aber davor bewahren, in dem Sie beiliegenden Vertrag zeichnen und weiter Kunde sind.
HALLO? Also entweder haben die irgendwas falsch gemacht, und mein Internet ist bald weg. Dann bin ich sauer. Nicht, weil ich von dem Saftladen weg bin, sondern weil ich noch nicht beim Rosa Riesen angemeldet bin. Und ich bin ja bekanntlich ein Geek – man kann mir doch nicht einfach mein Lebenselixier rauben!
Was ich aber eher vermute, ist dass die einfach mal Druck ausüben wollten mit dem Schreiben und mein Vertrag wirklich noch 3 Monate lang weiter läuft. Von wegen „wenige Tage“. Wenn dem so ist, dann ist das einfach eine riesige Unverschämtheit.
Darüber hinaus war der neue Vertrag meines Erachtens in etwa das, wonach ich die vor längerem gefragt habe, ob sie sowas anbieten – was natürlich verneint wurde. Nicht, dass ich jetzt die große Intention hatte, da zu bleiben, aber das Angebot wäre ganz nett gewesen.
Naja, ich war richtig sauer. Mal schauen, ob und wann mir der Kundendienst antwortet. Eins weiß ich jedenfalls: ich werde mich nie wieder vertraglich eng an 1&1 binden. Das haben sie spätestens jetzt versaut. Bislang war ich ja wenigstens halbwegs zufrieden oder eher: ich hatte keinen Grund, mein Herzinfarkt Risiko so immens zu steigern...
*Update: Habe doch tatsächlich am nächsten Tag eine Antwort erhalten. "Wenige Tage" entspricht in der Tat drei Monaten. Reine Panikmache also - einfach eine Unverschämtheit.
Eingeständnis, 26.11.2009
Ich gebe es zu, ich konnte nicht widerstehen. Ich bin einfach schwach geworden. Es war aber auch ein verlockendes Angebot. Und man kann ja auch mal etwas nicht ganz so sinniges machen, oder? Was gibt es schon zu verlieren, das finanzielle Risiko ist eher gering. Doch, ich gehe davon aus, dass es sich zumindest ein wenig für mich lohnt. Aber jetzt ist sie jedenfalls nach Hause bestellt, abwarten wie es wird...
Und letztendes sind 33€ für eine Grafikkarte ja nicht wirklich ein Verbrechen. Passiv gekühlt, sehr energiesparend und darüber hinaus auch noch recht performant, das zeichnet die AMD/ATI Radeon HD4550 aus, welche meine NVidia Geforce 7300GT (ebenfalls passiv und recht sparsam) in den Ruhestand oder zumindest eine Atempause schicken will. Warum ich das tat, obwohl ich kein großer Spieler bin? Berechnungen auf der Grafikarte! Ich denke, es werden immer mehr Anwendungen auf die Grafikkarte zurückgreifen. Und da ich keine Lust habe, mein System innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre ansonsten aufzurüsten, finde ich, dass das eine gute Investition in die Zukunft ist. Auch die Videodarstellung soll hiervon schon jetzt gut profitieren. Zudem möchte ich auch selbst Anwendungen schreiben, die auf der neuen Karte rumrödeln sollen - man will ja keinen mitunter wichtigen Trend komplett vernachlässigen. Ich bin gespannt =)
Windows und seine Tücken, 26.11.2009
Irgendwie kann ich das nicht verstehen. Wie kann man so etwas als Marktführer bringen? Sobald Windows XP sich Aktualisierungen gezogen hat, fragt es ja (in der Standardkonfiguration), ob es jene installieren soll. Ich drücke da immer "nein", weil mich dann nicht diese penetrante "Wollen Sie neustarten?"-Meldung mit einem 5 Minuten Countdown nervt, welche auch noch regelmäßig auftaucht. Das ist doch irgendwie unfassbar, dass sich ein Betriebssystem bei ausbleibender Nutzereingabe herunterfahren will - und das auch noch mit so einer Ausdauer! Aber jetzt hat es mich irgendwie noch mehr gewundert. Ich habe meinen werten Laptop eben wieder aus dem Ruhezustand erweckt- und prompt wurden die aufgeschobenen Flicken installiert. Super. Jetzt darf ich laufend dem netten Vorschlag, mein System mitten bei der Arbeit herunterzufahren, ablehnen. Das ist doch %$</<!. Mir reicht es, beim Neustart wähle ich Ubuntu als Betriebssystem aus- ist eh besser :-P
Er kann es noch!, 26.11.2009
Servus miteinander,
vorgestern war es überraschend mal wieder so weit: Ein Besuch bei Michael Mittermeier stand an! Was soll ich sagen? Der Mann hat es einfach drauf. Ich kenne nur sehr wenige Komiker, die es schaffen, ein so hohes Niveau zu halten und dabei so lustig zu sein. Eine große Klappe, ja das hat der gute Michl, das muss man ihm lassen. Ich finde, er hat sich in den zehn (?) Jahren, in denen ich ihn jetzt kenne, gut weiter entwickelt und ist erstaunlicherweise nicht in ein monotones Muster verfallen, wie man es von Anderen aus diesem Genre kennt. Vermutlich liegt's daran, dass er einfach nicht alle ein bis zwei Jahre ein komplett neues Programm auf den Markt wirft. War jedenfalls bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich auf einer Vorstellung von ihm war.
Macht's gut!
Ps.: Diesmal spare ich mir einfach mal das Gejammer darüber, warum ich nicht eher schrieb.
Das Leben ist so hart, wie du es gestaltest, 21.09.2009*
Hallo Du,
lange nichts mehr gehört. Ich weiß, das liegt an mir. Auch diesmal will ich eigentlich nur einen Appell loswerden. Er folgt einem Thema, das eigentlich schon viel zu viel besprochen wird - aber ich sehe dennoch eine persönliche "Verpflichtung" (aus der Tatsache heraus, dass ich zu viele Leute kenne, denen die Wahlen für irrelevant halten...), es loszuwerden.
Geht zu Wahl am 27ten September!
Warum? Die Frage habe ich nun schon ein paar mal gehört. Ich will niemanden auf die Füße treten, aber ich halte das einfach für die logische Pflicht eines Menschen, der den Luxus genießt, in einer Demokratie zu leben. Wer lieber in den Iran oder nach China will - soll doch bitte gehen. Alle anderen sollten verdammt noch mal Ihre Meinung abgeben und die Partei wählen, die ansatzweise ihre Auffassung vertritt. Ich sehe das so:
Freiheit erlangt ihr nicht, indem ihr den Schmerz ertragt, sondern dadurch, dass ihr unter Schmerzen dagegen ankämpft!
Und wenn ihr mit der aktuellen Politik allgemein nicht zufrieden seid und keine perfekte Alternative kennt, dann wählt doch z.B. zumindest die Piraten Partei, die wenigstens versucht, die Grundsätze der demokratischen Selbstbestimmung zu wahren - ist es allein dafür nicht wert, zwei Kreuze zu setzen?? Ich denke doch. Auch DU kannst etwas bewegen - und wenn es nur ein kleines Zeichen ist.
Tut es einfach, für was auch immer ihr euch entscheidet, es ist besser als nichts. Garantiert.
Noch kurz in eigener Sache: Ich wurde von so manch einem angesprochen, warum ich solange nichts mehr geposted habe. Das hat größtenteils private Gründe - ich habe schon so manch einen Beitrag geschrieben, aber ihn nie veröffentlicht. Ich gehe jetzt bestimmt nicht darauf ein, warum, aber glaubt mir: für mich (Me, Myself and I!) war das das Beste. Ich hoffe ich enttäusche euch nicht wieder so lange.
Bleibt euch selbst gegenüber aufrecht!
Das Ende naht! ;-), 17.12.2008
Artikel "Endlich Fenster im U-Boot" auf tagesthemen.de
So, mehr schreibe ich jetzt aber nicht, muss mir noch warme Klamotten für den nahenden nuklearen Winter besorgen...
The big idea(l): Free Software, 14.11.2008
Nach einer interessanten Diskussion mit einem Freund möchte ich mich hier mit dem großen Themenfeld „Open Source" beschäftigen, genauer gesagt mit Open Source Software und speziell mit Freier Software. Auf das „Software" möchte ich in diesem Satz besonders abgehoben wissen, weil Open Source keines Wegs nur auf Software beschränkt sein muss.
So gibt es zum Beispiel auch ein „Open Cola" Projekt, in welchem ein öffentlich frei zugängliches Rezept für die Herstellung von Cola entwickelt wird, bzw. die verschiedensten Verbesserungen und Varianten dafür gesammelt werden. Ein weiteres Beispiel, welches noch tiefer geht, ist das Open-Moko-Projekt, wo es um die hardware- und softwareseitige Entwicklung eines Mobiltelefons geht – es gibt übrigens schon brauchbare Resultate. Darüber hinaus gibt es beispielsweise auch Open Source Musik.
Doch erst einmal eine sehr kurze Erläuterung, wofür Open Source (es gibt die verschiedensten Schreibweisen wie „Open-Source" oder auch „OpenSource", ich habe mich spontan für diese entschieden) stammt natürlich aus dem Englischen und heißt übersetzt „Offene Quelle". Selten ist ein ein Begriff so treffend. Es bedeutet, dass jeder freien Zugang zu den Ursprüngen hat – seien es die Quelltexte für eine Software, die Baupläne für ein hoch komplexes technisches Gerät oder auch das Rezept für ein Nahrungsmittel. Einfach alles wird offen gelegt. Das Gegenteil ist Closed Source.. Von hier an möchte ich mich direkt auf Software beziehen, auch wenn sich vieles auch direkt auf andere Segmente übertragen lässt.
Doch ist es eine fatale Fehlannahme, dem jedoch viele erliegen, dass etwas, das Open Source ist, auch automatisch kostenlos sein muss (in 99% der Fälle ist dem aber so). Es gibt Software, die komplett quell offen ist, doch muss man für die Benutzung bezahlen. Dem entgegen steht jedoch die so genannte „Freie Software". Diese ist wirklich von Kopf bis Fuß frei, jeder kann sie kostenlos nutzen oder verändern. Es existieren einige verschiedene Lizenz-Typen, die eben dieses Recht klären, wie zum Beispiel die GPL oder auch die MIT-Lizenz. Manche von den Lizenzen erlauben sogar, dass jeder das Produkt verkaufen kann, wenn er denn will. Wenn ich von hier an von Open Source schreibe, dann beziehe ich mich vor Allem auf Freie Software, weil dies einfach in den aller meisten Fällen auch zutrifft. Mir ist klar, dass ich hiermit eine gefährliche Verallgemeinerung begehe, daher möchte ich darauf hingewiesen wissen. Fest steht jedoch, dass selbst wenn eine Software Open Source ist und dennoch Geld kostet, dies in meinen Augen um Längen besser ist, als wenn sie Closed Source wäre.
Doch was bewegt einen Entwickler, seine Zeit und Arbeit kostenfrei zur Verfügung zu stellen? Diese Frage wurde oft gestellt und oftmals lautet die Antwort schlicht:
The big Idea! Es ist die Große Idee, das Ideal, das sich hinter den Worten „Open Source" verbirgt.
Es geht um Freiheit. Jeder, egal wo er wohnt, ob er reich oder arm ist, ob schwarz oder weiß oder ob Weiblein oder Männlein ist die Möglichkeit hat, die Software zu nutzen, ohne dafür Geld zahlen zu müssen. Das ist Open Source, das ist wirklich freie Software.
Open Source kommt in meinen Augen „Welt verbessern" auf dem Gebiet der Software ziemlich treffend vor. Oftmals Grenzübergreifende Zusammenarbeit für ein großes Ziel, der Möglichkeit, Menschen bei ihrem alltäglichen Umgang mit Rechnern zu helfen.
Aber nun gehen wir mal auf die trockenen sachlichen bzw. technischen Aspekte freier Software ein und lassen die, für mich persönlich recht wichtige, emotionale Sicht einmal außen vor, denn diese Punkte sind es, die den Rest spätestens überzeugen sollten. Was bedeutet es, wenn ein Projekt Open Source ist? Es bedeutet, dass die Software von jedem (softwarekundigen) bis ins kleinste Detail analysiert werden kann. Somit können kritische Fehler entdeckt und mitunter gemeinsam beseitigt werden. Auch können verschiedene Software Projekte von einander Profitieren, in dem man Elemente vom jeweils anderen nimmt und in das eigene Projekt überträgt. Auch Sicherheitslücken können leichter entdeckt werden, wenn man den gesamten Quelltext zur Verfügung hat – zwar leider, so muss man sagen, auch von Leuten, denen sie besser nicht bekannt werden würden, aber ich denke, dass dieses Risiko dem Sicherheitsgewinn nicht das Wasser reichen kann. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man die Anzahl der ausgenutzten Sicherheitslücken von Closed Source Produkten mit jenen von Open Source Produkten vergleicht.
Ein wichtiger Punkt ist die langfristige Sicherung der Pflege und Wartung der Software. Nun gehen wir einmal davon aus, dass wir eine Software gerne benutzen, ja schon fast darauf angewiesen sind. Nun wird das Projekt jedoch eingestellt wird (wir gehen nicht einmal von dem schlimmsten Fall aus, nämlich dass der einzige Entwickler stirbt und mit ihm die gesamten Quelltexte verloren gehen, nein in unserem Beispiel stellt der Programmierer die Entwicklung nur ein und behält die Quelltexte für sich), dann bleibt die Software für immer so, wie sie in ihrem letzten Entwicklungsstadium war. Fehler bleiben für immer unbehoben, im Falle einer Architekturänderung seitens des Betriebssystem wird die Software unbrauchbar und so weiter. Man wird die Software bald einfach nicht mehr benutzen können. All das Können des Entwicklers, das gesamte Technik der Software geht für immer verloren. Wenn es Open Source wäre, könnte die Entwicklung von anderen weitergeführt werden, das Projekt würde nicht sterben. Dieses Problem ist aktueller als man jetzt spontan denkt: Es musste unglaublich viel Reverse Engineering betrieben werden, um den Jahr2000-Bug zu beheben-mit offenen Quelltexten wäre das einfach gewesen.
Ein weiterer Gedanke, der uns schon fast wieder zu den Idealen führt, sind die Standards. Nun, was verbirgt sich hinter einem Standard? Warum sind diese so wichtig? Nun, nehmen wir einmal ein x-beliebiges Beispiel in Form von Dateiformaten wie *.rar oder das *.doc. Ein Dateiformat ist eine explizite interne Struktur, in der ein Dokument aufgebaut ist. Die Dateiendung (eigentlich ist diese frei wählbar, aber man kann sagen, dass die meisten eindeutige Rückschlüsse auf ihre Art geben, wie z.B. dass hinter einer blubb.rar Datei auch wirklich eine rar-komprimierte Datei steckt) hilft dem Betriebssystem/einer Software die Datei einem Programm zuzuordnen. Dahinter verbergen sich z.B. ein proprietärer Kompressionsalgorithmus (*.rar) von Rarlab ([wiki]) oder das wohl am meisten verbreitete Text-Format (*.doc) von Microsofts Word. Millionen und aber Millionen Dateien sind in diesen Formaten erstellt und täglich kommen unzählige hinzu. Doch jeder ist an den jeweiligen Hersteller gebunden. Beim *.rar Format ist es zwar erlaubt, eigene Entpackalgorithmen zu entwerfen und implementieren, komprimieren darf jedoch keiner in diesem Algorithmus – eine große Einschränkung, aber wenigstens noch hinnehmbar, weil wenigstens die Dekompressionsalgorithmen, welche von freiwilligen Entwicklern erschaffen und implementiert wurden, perfekt arbeiten. Hier bietet es sich doch eher an, den mit 7-Zip zu komprimieren ([wiki]). Schlimmer ist es jedoch beim *.doc- Format. Auf dieses ist man heutzutage angewiesen. Doch um die Dateien zu öffnen oder zu speichern, ist man auf die Produkte von Microsoft angewiesen. Zwar ist es auch hier gelungen, die Formate zu so weit zu implementieren, dass man sie bearbeiten kann, jedoch nicht zu hundert Prozent (was auch fast unmöglich ist, angesichts des Umfangs). Diese Abhängigkeit ist inakzeptabel, insbesondere wenn man beachtet, dass sich das Format selbst immer wieder geändert hat. Nun möchte ich hier nicht anfangen, auf Microsoft und andere Firmen zu schimpfen, ich wähle dieses Beispiel nur, weil es zu den am meisten verbreiteten Dateien überhaupt gehört und täglich benutzt wird. Aber es ist einfach nicht hinnehmbar, dass man eine Word-Datei, die man vor 10 Jahren erstellt hat, nicht mehr öffnen kann. Da die Art und Weise, in der die Datei auf die Festplatte geschrieben wurde, bis vor kurzem nicht offen gelegt war, konnte man das Format auch nicht einfach in eine neue Anwendung implementieren. Auch ist es nicht hinnehmbar, dass jeder, der die Datei betrachten möchte, eigentlich auf sehr teure Software angewiesen ist- und dies bei einem ISO-Standard! Nun, ich gebe zu, es hat sich gebessert. Vor nicht all zu langer Zeit hat Microsoft nachgegeben und Entwicklern Zugriff auf die Standards gewährt. Jedoch Jahre zu spät. Inzwischen sind die eigenen Implementierungen zum öffnen und schreiben in mühsamer Arbeit erstellt worden, jedoch werden sie aller Voraussicht nach auf Grund ihrer Komplexität nie perfekt sein. Dem hätte man von vorn herein entgegen treten sollen. Und das gleiche Spiel hat wieder begonnen mit ihrem neuen Format *.docx([wiki]) Daher bleibe ich dabei, ein Office Paket wie OpenOffice.org (von gleichnamiger Seite herunterzuladen, seines Zeichens Open Source) zu verwenden und im offenen Dateiformat ODF zu speichern, bis Microsoft es geschafft hat, die ISO-Norm ODF auch in seine Produkte zu implementieren. Es geht also um langfristige Datenspeicherung und Austauschbarkeit von Dateien, egal wohin. Dieser Absatz ist nun einiges länger geworden, als ich geplant hatte, daher will ich nur noch ein Beispiel anführen, um die Wichtigkeit offener Standards zu unterstreichen: HTML, der Stoff aus dem das Internet ist. Wer würde schon vagen zu sagen, dass ein geschlossenes Format dem Internet auch nur ansatzweise den Erfolg versprochen hätte? So viel zu Standards.
Wenn man den Markt betrachtet, so wird man erstaunt feststellen, dass man für nahezu jedes kostenpflichtige Programm eine kostenlose Open Source Umsetzung findet, die in vielen Fällen sogar die Qualität der proprietären übertrifft. Dies gilt freilich nicht für alles – nehmen wir einmal das Beispiel Bildbearbeitungssoftware, hier gibt es bis dato keinen, der dem großen Vorbild von Adobe das Wasser reichen kann – doch selbst hier gibt es sehr hochwertigen Ersatz, der durchaus auch für den professionellen Bereich geeignet ist.
Nun, mir persönlich gefällt die Idee, dass ich mir kostenlos ein System zusammen stellen kann, mit dem ich das gleiche oder auch noch mehr machen kann, als mit einem aus teurer Software zusammen gestellten. Noch besser wird die Idee dadurch, dass ich weiß, dass jeder Entwickler frei auf die Quelltexte des anderen zugreifen kann. Eine interessante Frage wäre jetzt aber doch, warum nicht alle so denken und allgemein fast nur noch Open Source Software im Einsatz ist. Nun, dafür hat es wohl mehrere Gründe. Zum einen wissen viele nicht um die kostenfreien Alternativen. Zum anderen ist es nun mal so, dass manche Platzhirsche alles daran setzen, nicht von ihrem Thron gestoßen zu werden. Einen Aspekt, der mir noch in den Sinn kommt, hat sich die meiste freie Software jedoch selbst zuzuschreiben: Sie sah in den vergangenen Jahren selten schön aus. Auch wenn sich eine weit aus überlegene Architektur hinter einem quelloffenen Software verbirgt – die Benutzeroberfläche war nur selten ansehnlich. Hier sind die meisten kommerziellen Entwicklungen um Längen voraus. In letzter Zeit hat sich das ganze zwar etwas gebessert, dennoch kann man nicht sagen, dass freie Software mittlerweile durchgängig hübscher anzusehen und intuitiver Nutzbar ist als andere. Nun, mir macht das nichts aus, denn ich achte auch bei Programmen mehr auf innere Werte denn auf das Aussehen. Menschen, die den Rechner nur selten benutzen, haben damit vermutlich wesentlich mehr Probleme. Hier ist noch großes Verbesserungspotential vorhanden.
Nun, ich für meinen Teil muss zugeben, dass ich hier unter dem Standard-Betriebssystem Windows unterwegs bin. Linux, genauer gesagt Ubuntu, hat bei mir noch ein Schattendasein. Dies liegt jedoch mehr daran, dass ich bislang nicht die Zeit gefunden habe, mich intensivst damit auseinander zu setzen. Aber für mich steht fest, dass ich verstärkt auch auf diese Plattform umsteigen werde. Die meiste Software, die ich nutze, läuft ja so wie so auch unter Linux – vor Allem Open Source Entwicklung sei Dank! ;-) Ob dies nun durch plattformunabhängige Entwicklung, die Open Source Umsetzung des .NET-Frameworks (siehe Mono-Project) oder WINE, eine Software mit der man Windows-Programme unter Linux (oder auch Mac) einwandfrei zum Laufen bekommt, sei jetzt einmal freigestellt. So gesehen würde ich sagen, dass es bald wirklich so sein wird, dass man (als Privatanwender) nicht mehr auch auf Windows setzen muss, um den gleichen Komfort zu haben. Dann würde endlich einmal Chancengleichheit bestehen, in der jeder seine Stärken beweisen muss.
Nun, irgendwann muss ich auch diesen Beitrag zu Ende bringen, daher möchte ich nun langsam zu den letzten Zeilen übergehen. Meiner Meinung nach ist Open Source Software wichtig und wird immer wichtiger werden. Daher: Warum eigentlich immer gleich kostenpflichtige Software kaufen (oder auf anderem Wege organisieren), wenn es äquivalente Lösungen auch frei verfügbar gibt? Vielleicht habe ich es ja geschafft, den einen oder die andere mit dem Idealismus der Open Source Software anzustecken. Ich würde mich freuen. Doch selbst wenn nicht: vielleicht habe ich ein wenig Verständnis für die Verfechter der Freien Software geschaffen.
Freie Grüße!
Hello Darkness, my old Friend, 28.10.2008
I've come to talk with you again.
Nun denn, so will ich mich hier wieder melden. Es ist lange her und das hat seine Gründe. Der Wille war oft da, aber dann fehlte es an Zeit. Also entweder ist mein Zeitmangement einfach nur schlecht, oder ich habe wirklich zu viele Dinge, die ich gerne unter einen Hut bringen möchte *g*.
In der Zwischenzeit ist die Welt allerdings keineswegs stehen geblieben. Im Gegenteil, es ist viel passiert- Überwachungsstaat baut sich auf, Finanzmärkte brechen zusammen, Menschen bleiben dumm.
Aber zuerst einmal das Wichtigste: DER Schienenersatzverkehr auf meinem täglichen Weg in die Anstalt (/Hochschule) ist vom heutigen Tag an beendet. ENDLICH! Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich in der S-Bahn, die mir so lange gefehlt hat. Genau genommen ermöglicht diese S-Bahn hier diesen Eintrag. Sie rollt los!
Habe ich schon berichtet, dass ich auf Malta war? Nicht? Ich denke auch nicht. Wann denn auch? Ich war für ~11 Tage auf Malta.
War eigentlich ein echt schöner Urlaub, die kleine Insel hat wirklich so seinen Anreiz. Gut, das Bussystem des zweit kleinsten (die Größe, oder besser Kleinheit kann man nur immer wieder unterstreichen) Landes Europas ist... traumatisch. Man stelle sich 60 Jahre alte, klappirge Busse vor. Nun lasse man diese langsam aber sicher kaputt gehen. Dann stelle man sich einen Bewerber für die maltesische Armee vor, der wegen auffälligem psychischem Verhalten ausgemustert wurde und dann Busfahrer wurde. Dann hat man in etwa die Konstelation, die einem in einem durchschnittlich Bus auf Malta erwartet. Es ist nur schlimmer. Kulturell hat das kleine Inselchen aber dennoch einiges zu bieten (wenn man bei Kultur mal das Essen ausklammert, das ist zu sehr von den Briten geprägt. Nein, also insgesamt kann ich nur sagen, dass Malta eine Erfahrung wert ist - ich würde nicht jedes Jahr hinreisen, aber in einigen Jahren gerne wieder. Mal schauen, ob ich es irgendwann gebacken bekomme, ein paar Bilder online zu stellen. Habe ich schon erwähnt, dass eine S-Bahn wesentlich weniger Kurven fährt als ein SEV-Bus?
Nun denn, ich wende mich mal wieder dem Alltag und dem hier und jetzt zu :-(
Gehabt euch wohl!
Freiheit statt Angst!, 05.06.2008
Oder: Sie stehen unter Terrorverdacht!
[Warnung: Die folgenden Absätze sind etwas dramatisiert, was aber nicht bedeutet, dass sie falsch sind.]
Zugegeben, ich befasse mich in letzter Zeit sehr gerne mit Datenschutz, Verschlüsselung und dem guten, alten Überwachungsstaat. Aber ich denke, dass das nicht falsch ist. Im Gegenteil. Was unser werter Herr Schäuble nach und nach an Gesetzen durchboxt, ist eine Gefahr für das Individuum, da der freie Wille, die freie Meinungsäußerung und schlicht und ergreifend die Privatsphäre gefährdet sind. Es geht langsam, aber leider doch schon erkennbar, auf den gläsernen Mensch zu.
Ich sehe es nicht so, dass wir in Deutschland derartig vom Terror bedroht sind, dass wir diese Notstandsgesetze brauchen (Analogie bitte ich zu verzeihen, ich konnte nicht widerstehen).
Ich sage, dass ein Staat, der alles über einen weiß, für den Menschen mitunter gefährlicher ist, als die möglichen Gefahren eines Anschlages.
Versteht mich nicht falsch, ich bin für den Schutz der inneren Sicherheit (wäre auch seltsam, wenn nicht). Aber ich halte viele der neuen Gesetze einfach für übertrieben. Wozu sollen jegliche Internetdaten von privaten Unternehmen für ein Jahr gespeichert werden? Meinen die wirklich, dass es schwer ist, unentdeckt andere Leitungen zu benutzen? Ist es nicht abwegig, E-Mails zu Überwachen? Sind die Verantwortlichen wirklich der Meinung, dass es nicht noch andere Möglichkeiten der Kommunikation gibt, die nicht überwachbar sind (wir sprechen hier ja schließlich von den richtig bösen, organisierten Jungs, nicht nur von einzelnen Halbtagsterroristen).
Ich meine ich sehe es ein, dass Überwachung in manchen Fällen richtig ist, aber mir genügen zum einen die Schutzinstanzen nicht und zum Anderen ist jede Aufweichung der Gesetzgebung immer ein Schritt, der den nächsten mit sich zieht. Wer weiß, ob das Finanzamt nicht in ein paar Jahren auf meine Daten zugreifen darf.
Letztendlich ist es auch ein Problem, dass jegliche gesammelten Daten ein Risiko darstellen, weil sie in falsche Hände geraten können, das hat die Vergangenheit schon oft genug bewiesen. Wer es nicht glaubt, soll mal nach den hunderten verschwunden Regierungslaptops in Deutschland oder den CDs mit wichtigen streng vertraulichen Daten in England im Internet suchen.
Nun ja, man muss mit der Zeit gehen, auch wenn diese negatives mit sich bringen. (So, ich glaub jetzt ist es angebracht, allen die wirklich bis hier hin gelesen haben, meinen vollsten Respekt auszudrücken! *grinst*)
Ich habe hier (klick mich) meinen Öffentlichen GnuPG Schlüssel hinterlegt. Die ganze Sache ist zwar etwas unkomfortabler als ohne Verschlüsselung, aber wohl lohnenswert. Aber von Anfang an:
GnuPG wird genutzt (z.B. im Zusammenarbeit mit der Thunderbird-Erweiterung Enigmail), um zwei Schlüssel-Dateien zu erzeugen. Die eine ist public (=öffentlicher Schlüssel), der andere ist private (= geheim/privat, wer hätte es gedacht...). Den öffentlichen schick man via Mail zu, legt ihn im Internet irgendwo ab oder macht sonstwas, damit der Kommunikationspartner an ihr rankommt. Den privaten behält man immer schön für sich allein. Wenn mir nun jemand eine verschlüsselte Mail schicken will, nimmt er sich meinen öffentlichen Schlüssel, und kann anhand von diesem und seinem privaten Schlüssel die E-Mail verschlüsseln. Ich kann die empfangene Mail dann mit Hilfe seines öffentlichen und meinem privaten wieder entschlüsseln. Klingt alles ehr Umständlich, ist es auch. Aber wenn man sich das ganze einmal eingerichtet hat, ist es eigentlich kein Problem mehr. Und sicher ist es alle mal. Wer seine Privatsphäre schätzt, der sollte sich die Mühe machen. Ich hab das gestern innerhalb von einer halben Stunde erledigt (wer Hilfe braucht, kann sich ja an mich wenden^^) und bin jetzt mal gespannt, wann ich das ganze mal vernünftig anwenden kann (und ja, ich werde mein direktes Umfeld damit nerven *g*).
Sooo, das war doch mal ein schön langer Beitrag... Aber eins sage ich euch, wenn ich in den nächsten Wochen in den Logs dieser Seite verdächtige Zugriffe sehe, nur weil ich hier die Worte Terror, Schäuble etc. verwendet habe, dann bin ich erst richtig sauer und tret dem CCC bei...;-)
Mich würde es freuen, wenn sich der Eine oder die Andere zumindest mal Gedanken über das Geschriebene macht. Wenn ich auch nur ein wenig das Bewusstsein hinsichtlich Überwachung und Datenschutz geweckt habe, hat es sich gelohnt. Ach ja, und nicht gleich in den Paranoia-Modus schalten ;-)
In dem Sinne, gehabt euch wohl!
Ein Licht im Nichts, 25.05.2008
Ich verkneife mir jeden Kommentar zur Häufigkeit der Blog-Einträge.
Was soll hier nur stehen? Ich weiß es nich. Ich könnte hier dazu auffordern, dass Leute, die meinen, (Ketten-)E-Mails an ihr halbes Adressbuch verschicken, doch bitte anstelle des normalen Empfänger-Feldes das BCC [?] nehmen sollten, damit nicht jeder Empfänger der E-Mail, der dummerweise einen Computervirus hat, der E-Mail-Adressen an Spammer weiterleitet, eine volle Portion Futter bekommt.
Aber das würde ja Keinen interessieren. Ich könnte auch dazu auffordern, dass man einen anderen ICQ-Client nutzen sollte, der Verschlüsselung nutzt, wie z.B. Miranda mit SecureIM-PlugIn, da in den AGBs von ICQ zu deutsch expliziz steht:
"Du stimmst zu, dass du für sämtliches Material und Information, das du in ICQ-Dienste eingibst, dein Copyright aufgibst und jedes andere Besitzrecht an Material oder Information. Du stimmst weiterhin zu, dass ICQ Inc. berechtig ist, nach eigenem Ermessen sämtliches Material oder Information in der Weise verwendet, wie sie es für angebracht hält, einbegriffen, aber nicht beschränkt auf Verbreitung und Publikation."
(Quelle sowie weitere Informationen)
Aber auch hier würde ich vermutlich nur wenig Gehör bekommen. Und warum schreibe ich das alles jetzt doch? Ach, was weiß ich denn schon. Generell, immer diese Computer-Themen. Dabei ist das doch das Letzte im Leben, was wichtig sein sollte. Dieses ist ja schließlich kurz und eigentlich sollte man es voll auskosten. Freundschaften pflegen. Menschen genießen, solange man sie hat. Nichts ist selbstverständlich. Das sollte sich jeder nur ab und an mal zu Gemüte führen - ich habe es mir jedenfalls fest vorgenommen.
Naja, das war es auch schon wieder. Hoffentlich gibts bald mehr Neues hier. Es haben sich auch wieder viele Bilder aufgestaut, die auf die weite Welt warten. Mal schauen :-) Bis zum nächsten Mal.
Ps.: Danke an Alle, die mir immer wieder in den Hintern treten, dass ich was schreiben soll!
Ein Spaziergang, 06.01.2008
Time is Running, 17.12.2007
So, nun will ich mal wieder meinen Senf ins Internet stellen, ist ja noch nicht genug Schwachfug dort zu finden ;-)
Hm, was ist also in letzter Zeit so alles passiert? Die Hochschule bereitet einem neben Arbeit viel Unmut und weckt hier und da Agressionen. Das Problem, dass manchen Professoren die Fähigkeit fehlt, Stoff zu vermitteln, ist bei elementaren Teilen des Software-Engineerimg Studiums, wie z.B. beim Programmieren, extrem misslich. Man kann sich zwar natürlich durchmogeln, aber was nutzt das ganze, wenn man am Schluss nicht eigenständig Programme schreiben kann. Andere Lehrbeauftragte sehen dafür nicht ein, dass man der Studenten-Tag nur aus 24 Stunden besteht und verteilen Aufgaben für eine 48/14 Woche. Toll, besonders wenn diese Aufgaben nichts direkt mit der Informatik zu tun haben, sondern damit, wie ich später meine Bachelor-Arbeit verfassen soll. Irgendwie ein wenig über das Ziel hinaus geschossen, würde ich sagen. Doof. Naja, so sieht es gerade aus, mal sehen, was aus meiner Matrikelnummer wird...
Weihnachten ist noch weit weg. Verdammt weit. Heute ist ja erst der 17te...oh, verflixt, nur noch 7 Tage?! Vielleicht sollte ich doch einmal die Geschenke einkaufen gehen. Naja, die Woche nach den letzten Abgaben wird dafür dann noch Zeit sein. Aber Weihnachtsstimmung? Fehlanzeige. Es ist verflixt kalt, ab und an auch noch nass, aber ganz und gar nicht weihnachtlich. Aber so geht es irgendwie vielen, die Stimmung will nicht entstehen – sehr zum Leidwesen gewisser anderer Personen, die Weihnachtsfanatiker sind *schmunzelt* Jetzt heißt es abwarten und vielleicht kommt die Stimmung ja noch.
Für alle, die allgemein mit dem Gedanken spielen, sich irgendeine Digitalkamera, ob klein oder groß, zu holen, noch ein Tatsache, derer sich viele nicht bewusst sind: Megapixel sagen nicht viel über die tatsächliche, effektive Größe eines Bildes aus. Eine kompakte Kamera, die vielleicht 12MP hat, kann aufgrund ihrer Lichtschwäche durch den kleinen Sensor nur qualitativ niederere Bilder schießen. Der beste Kompromiss aus Größe sind wohl 6MP. Vor dem Kauf empfehle ich, sich einmal auf der Seite 6mpixel.org ein wenig über die Thematik anzulesen.
Ich habe jetzt übrigens auch ein neues Baby. Eine kleine Canon EOS400D mit dem Canon 18-55 Standardobjektiv. Irgendwann hat kein Weg mehr an ihr vorbei geführt und ich musste einfach eine Spiegelreflex haben. Bisher muss ich sagen, dass ich mit mehr Lichtstärke gerechnet hatte – Blitzlicht und/oder Stativ sind fast Pflicht. Aber wenn das Licht der Kamera genehm ist, ist die Qualität der Aufnahmen einfach der Wahnsinn! Schärfe, Farben und Kontraste kommen richtig gut zur Geltung. Durch die verringerte Schärfentiefe wirken die Bilder einfach richtig gut. Auf jeden Fall ein tolles Stück Technik. Was mir nur Kopfzerbrechen bereitet, ist dass eine solche Kamera anscheinend nur begrenzt hält, bevor der Verschluss kaputt geht, und das schon bei 40.000-100.000 Bildern. Nicht, dass das wenig Bilder wären, aber bei dem Preis hätte ich da mehr erwartet. Aber irgendeinen Tod muss jeder irgendwann mal sterben.
Was mich besonders reizt, ist die Möglichkeit, Bilder im RAW-Format zu schießen, was eine Nachträgliche Bearbeitung zu einem wahren Vergnügen macht. Preis dafür: noch mal ca. 11MB pro Bild. Da komme ich mit meiner 2GB Speicherkarte schon schnell an die Kapazitätsgrenze.
Naja, vielleicht stell ich demnächst ja mal ein paar Bilder, die ich mit meiner „Black Pearl" geschossen habe, online.
So, nun ist die Zugfahrt auch schon bald vorbei, dann beende ich diesen Eintrag mal wieder.
Gehabt euch wohl!
Kurzes Lebensszeichen, 28.11.2007
...damit das Volk wieder was zu lesen hat ;-) An dieser Stelle Danke an alle, die das auch tun- sind mehr als ich dachte (okay, dazu gehörte auch nicht viel *g*)
Naja, all zu viel Neues ist nicht zu berichten. An der Hochschule hat man sich mittlerweile eingelebt, das Essen richtig auszuwählen (bzw. eher einiges zu umgehen...) gelernt, die Profs eingeschätzt und vor allem mit den Mitstudenten angefreundet. Jetzt muss nurnoch das Studium an sich glatt gehen. Wenn es sonst nichts ist...nunja.
Jedenfalls merkt man, dass es teilweise gar nicht so schwer ist, Prof zu sein, wenn man die Arbeiten an HiWis abdrückt und die Folien bei anderen Universitäten kopiert. Manches ist aber wirklich unverständlich: Warum drucken unsere Werten Damen und Herren uns unsere Skripte eigentlich nicht aus, wenn wir sie ind er Druckerei komplett(!!) umsonst bekommen? So bleiben die Druckosten entweder an den Studenten oder an der Hochschule hängen, weil man es dort an den Laserdruckern macht. Ich meine, dass das nun wirklich nicht zu viel verlangt wäre. Naja, und so sind eben viele Kleinigkeiten... Aber was will man machen, ist nunmal so.
Um auch mal ein wenig Informatiker-Geschwafel hier einzustricken: Mensch, freue ich mich drauf, wenn es mal einen richtigen Standard für Textdokumente gibt! Daheim nutze ich ja schon das offene ODT-Format unter OpenOffice, aber das bringt mir herzlich wenig, wenn man in der HS nur Microsoft-Office Unterlagen erhält. Wenn sich da mal ein Standard (ich fürchte, wenn es überhaupt erst dazu kommt, erst in etlichen Jahren...) durchgesetzt hat, kann man endlich mit jedem Nutzer dieser Welt, egal welches Betriebssystem oder Programm er hat, Texte etc. austauschen, ohne vorher mühsam umspeichern zu müssen. Naja, aber solange MS da sein eigenes Süppchen kochen will, ist da eh nicht viel zu machen.
Hmmm...ich glaube, ich sollte jetzt aber besser mal wieder etwas arbeiten, oder eher: mal damit anfangen.
Bis dann und immer dran denken: die Antwort lautet 42.
Rights reserved.
Großartiges Bild, gemacht von jemand noch vieeel großartigerem! :-)
Die liebe Bahn und die HS, 18.10.2007
Na toll. Eigentlich sollte ich jetzt schon in der Bahn sitzen. Meine S-Bahn-Linie wird auch nicht bestreikt. Warum ich dann noch nicht dort bin? Weil ein LKW die Oberleitungen beschädigt hat! Das ist mal wieder so typisch: Irgendwas musste ja schief gehen. Nunja, dann komme ich eben erst später zur Hochschule, das Verpasste kann ich bestimmt nachholen. Dennoch ärgerlich, wenn man bedenkt, dass ich als absoluter und geouteter Langschläfer, extra aufgestanden bin...
Ansonsten ist das Studieren mittlerweile schon in den Alltag übergegangen. Wären da nicht die ganzen Bahnfahrten (wenn sie denn sind...), wäre die ganze Sache sogar recht entspannt, trotz der Hohlstunden. Aber so ist es eben, muss ich eben schaun, was draus wird. Aber ein Pappenstiel wird es keinesfalls, das sehe ich jetzt schon. Das Mensa-Essen hat mich bisher erst zweimal dahingerafft - ein Schnitt, der vertretbar ist, denke ich *g*
Gestern hat es geregnet! Wow!
Wer sich jetzt fragt, was daran so besonders ist: Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal Regen gespürt habe- es muss vor Israel gewesen sein, also schon vor mehr als 2 Monaten. Irgendwie komisch, nun war es ein richtig faszinierendes Erlebnis - dennoch hoffe ich natürlich, dass der Regen jetzt im Oktober/November kein Dauertatbestand bleibt. ;-)
Soweit von mir, see you Folks!
Zeitmangel, 10.10.2007
Manchen (und um ehrlich zu sein: ich bin erstaunt wie viele diesen "Blog" doch regelmäßig besuchen...) mag aufgefallen sein, dass diese Seite kaum mehr aktualisiert wird. Dies hat einen ganz banalen Grund: Ich habe keine Zeit, seitdem ich studiere. Nun, das mag irgendwie abwegig klingen, hat man im ersten Semester ja noch nicht so viel Stress. Allerdings hat man die Rechnung dann ohne den Wirt gemacht, in meinem Fall: Die Bahn. Diese, in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern des ÖPNV, machen mir das Leben doch recht schwer und zeitintensiv. In diesem Zusammenhang möchte ich gerne Murphy zitieren, denn ich denke, sein Gesetz trifft die Sache recht gut:
Anything that can go wrong, will go wrong.
Daher komme ich kaum noch dazu, irgendwas für dieses kleine Projekt zu machen, was in meinen Augen doch recht schade ist. Aber ich möchte es auf gar keinen Fall aufgeben. Von daher bleibe ich am Ball, wenn auch nicht mehr so regelmäßig wie einst.
Bis zum nächsten, hoffentlich baldigen, Eintrag!
Rückkehr aus dem Heiligen Land, 20.09.2007
Schweren Herzens und fröstelnd musste ich gestern feststellen: Deutschland hat mich wieder. Weder die Leute noch das Wetter waren jedoch einladend- der Wunsch in den nächsten Flieger zurück nach Israel zu steigen wurde dadurch nur bestärkt.
Die über 6 Wochen der Reise waren aber auch wirklich herrlich. Seien es die Menschen, die Kultur, das Klima - alles ist so absolut anders als in Deutschland. Und man gewöhnt sich sehr schnell daran und weiß es auch zu schätzen, wenngleich natürlich hierzulande so manches wesentlich komfortabler und zivilisierter ist. Dennoch möchte ich nichts missen.
Ich denke, es folgt bald ein ausführlicher Bericht. Erstmal muss ich mich hier wieder einleben...
Bis dahin!
Exodus und Genesis, 05.09.2007
Manchmal sollte man die Vergangenheit einfach mal ruhen lassen. Dies gilt auch (vorerst?) für diese Seite. Einiges an altem Inhalt wurde und wird entfernt, neues wird kommen - irgendwann.
Bis dahin ein schlichtes: See you, World! :-)

